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Oktoberfest

 Schützenfest


 

Chronik

Nach dem 2.Weltkrieg, nahm die Bruderschaft, dank der Arbeit des damaligen Präses, Pfarrer Josef Zander, den Platz ein, der ihr zustand. Sie übernahm die Ausrichtung der weltlichen Feste, die ab 1880 bis 1939 von den Bruderschaften übernommen war. So wurde bereits 1946 bei uns an der Gilbach wieder ein Heimatfest gefeiert, unter den Augen der Alliierten. In einer großen süddeutschen Zeitung stand damals zu lesen: "In Nettesheim, Nähe Köln, hat man immer noch nicht die Nase voll, da hat man die Vergangenheit noch nicht bewältigt, da wird wieder Krieg gespielt." Die Bruderschaft ließ sich nicht beirren, sie trug nun den Namen Sankt-Sebianus- Schützenbruderschaft Nettesheim 1300. Die erste Königswürde nach dem 2. Weltkrieg trug Pfarrer Josef Zander. Eine Seltenheit zwar, aber eine Anerkennung seiner besonderen Verdienste. In den Ortschaften Nettesheim, Butzheim, Frixheim und Anstel feierte man gemeinsam. Die Veranstaltungen fanden statt in einem großen Festzelt. Der Festzug ging durch alle Ortschaften mit einer Parade an der Pfarrkirche.

Das Jahr 1949 brachte neue Gesichtspunkte im Bruderschaftsleben. Die Gesamtbruderschaft Nettesheim 1300 blieb zwar bestehen, deren Vorstand aus Peter Schlaf Präsident, Matthias Ripphahn Geschäftsführer und Kaspar Kolpin jr. Schriftführer bestand. Danach marschierten nun 3 Sektionen Nettesheim-Butzheim, Frixheim und Anstel getrennt. Fortan hatte jede Bruderschaft einen eigenen Vorstand und einen eigenen Schützenkönig. Das Schützenfest fand am 2. Sonntag im September in allen Ortschaften statt. Man veranstaltete gemeinsam am Schützenfestsonntag eine große Königsparade auf der Kirchstraße zu der sich alle Mitglieder der drei Bruderschaften trafen. Pfarrer Josef Zander prägte den Begriff : " Getrennt feiern, vereint schlagen !"

Die Bruderschaft Anstel feierte seinerzeit im Saal Schiefer bei "Schwane". Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen :
- Karl Klefisch sen .Präsident
- Franz Kratz " Kahn Franz" stellvertretender Präsident
- Johann Kolpin " der Schermann" Schriftführer
- Kaspar Kolpin stellvertretender Schriftführer
- Peter Pütz "Tommeses Pitter" Rendant
- Jakob Neukirchen "Tommese Köbes" stellvertretender Rendant

Es ging alles sehr familiär zu. Das Dorf war klein, jeder kannte jeden. Das Schützenfest war eines der höchsten Feste im Jahr. Auf der letzten Generalversammlung im Jahr gab es immer Freibier, trotz des geringen Kassenbestandes ließ sich der Rendant zu ein paar Freibier erweichen . Das Jahr 1950 sah einen neuen Mann an der Spitze des Regimentes, es war Oberst Adam Nellen "Flecks Adam". Beisitzer wurden Hauptlehrer Bilinsky und Heinrich Küttelwesch "dr Mooß". Nach der Abdankung des Präsidenten Karl Klefisch sen. wurde Johann Kirschbaum sen. "Kirschbohms Hannes" zum neuen Präsidenten gewählt und Josef Oberlack "Overlacks Jupp" übernahm den Posten des 2. Rendanten. Die erste Amtshandlung des Präsidenten war, die Abdankung des Obersten zu verkünden und den alten Oberst Weibeler zu bitten, das Amt wieder zu übernehmen. Dieser nahm das Amt wieder an. Überlieferte Worte des Präsidenten: " Ein junger Oberst geht, der alte Oberst kommt wieder". Dieser Wechsel war nur eine Übergangslösung, bald wurde mit Edmund Giesen "Mundes" der neue Oberst gefunden.

Der 1. Große Höhepunkt in der Geschichte der Bruderschaft war das 650-jährige Jubelfest, das im Jahre 1954 gemeinsam mit den drei Bruderschaften Netteshein-Butzhein, Frixheim und Anstel gefeiert wurde. Die Schützenbruderschaft Anstel entwickelte sich fortan stetig. Präsident Johann Kirschbaum sen. führte die Bruderschaft gekonnt und sicher durch die Klippen. Er war ein Präsident, der den Humor liebte. Das Jahr 1959 sah an den Kirmestagen erstmals in Anstel ein Festzelt. Der Saal bei "Schwane" war nun doch zu klein geworden.1964 wurde Karl Klefisch jun. Präsident der Bruderschaft, Stellvertreter wurde Johann Kirschbaum jun. Immer wieder stießen neue und junge Schützenbrüder mit in die Verantwortung, so u.a. Wille Fuhrmann, der nach der Abdankung von Generaloberst Edmund Giesen neuer Regimentskommandeur von Anstel wurde.

Im Jahr 1968 trat Karl Klefisch als Präsident zurück und Johann Kirschbaum jun. führte fortan die Bruderschaft . Er aktivierte vor allem die Jungend. Besondere Verdienste erwarb sich Präsident Johann Kirschbaum bei dem Zustandekommen des Erbbaurechtsvertrages mit der Gemeinde Rommerskirchen bezüglich unserem jetzigen Schützenplatz. Die Kommunale Neugliederung stand vor der Tür und man konnte Gewiss sein, dass die Gemeinde dieses Gelände schnell verkaufen wird. Die St. Sebastianus- Schützenbruderschaft wurde e.V. und der Erbbaurechtsvertrag über 90 Jahre sicherte der Bruderschaft das Festgelände.

Das Jahr 1976 sah nun wieder einen Höhepunkt in der Geschichte der Bruderschaften, wenn auch um 1 Jahr verspätet, die 675 Jahrfeier der Bruderschaft Nettesheim. Die Vorstände waren sich schnell einig, gemeinsam wieder dieses Jubiläum zu feiern. Präses war der damals diensttuende Pfarrer Johannes Brendgen .Gefeiert wurde neben der heutigen Grundschule und der Festzug ging wie 1954 durch alle Orte.

In der Folgezeit wurde sich in Anstel Gedanken darüber gemacht, was auf dem Schützenplatz gebaut werden soll, da im Erbbaurechtsvertrag stand, dass ein festes Bauwerk errichtet werden müsse. Vorarbeiten für einen Schießstand und einen Gruppenraum wurden von Präsident Johann Kirschbaum und Geschäftsführer Josef Oberlack in Angriff genommen. Leider wurden die Pläne wegen Krankheit beider Verantwortlichen nicht durchgeführt. 1981 wurde Hermann Küttelwesch an die Spitze der Bruderschaft gewählt. "Bruder sein ist mehr" mit diesem Motto führet Hermann Küttelwesch fortan die Bruderschaft. Stellvertreter wurde Aloys Odenthal. Beide Präsidenten hielten beharrlich den Bau einer Schützenhalle mit Schießstand im Auge. Der inzwischen zum Generaloberst beförderte Willi Fuhrmann trat zurück und als neuer Oberst wurde Hermann Mattheisen gewählt. Als erste Amtshandlung schaffte der neue Oberst den Oberstehrenabend ab, fortan feierte man in Anstel am Montagabend einen Zugkönigehrenabend. Kassierer wurde Theo Neunzig.

Am 23.01.82 war der gesamte Vorstand zu einem Gespräch in Düsseldorf bei der Landesregierung. An diesem Tag wurde grünes Licht für den heutigen Schießstand gegeben. Die Baugenehmigung wurde am 08.06.82 erteilt. Zeitgleich entstand in Anstel das wohl größte Loch und daneben der wohl höchste Berg, der je in Anstel zu sehen war. Im Dezember 1982 hatte man den Keller rohbaumäßig fertiggestellt. Am 25.01.83 lieferte eine Hallenbaufirma die Holzkonstruktion und das Dach der Halle. 16.04.1983 war Richtfest.

Nachdem man sich weitere Einnahmequellen z.B. Dorffest erschlossen hatte, wurde schon am 21.01.84 mit Sondergenehmigung das erste Mal zum Patronatsfest in der Schützenhalle gefeiert. Die Einweihung der Halle am 11.08.84 war ein voller Erfolg. Im September 1983 trat Josef Oberlack vom Amt des 1. GF zurück Sein Nachfolger wurde Friedhlem Neunzig. Das Schützenfest 1984 konnte die Bruderschaft erstmals in der vereinseigenen Schützenhalle feiern. Erster Schützenkönig in der Schützenhalle war Leo Weckopp in ganzen Dorf bekannt als "Onkel Leon". Leo Weckopp war lange Jahre ein fester Bestandteil des Vorstandes und eine treibende Kraft bei der Errichtung der Schützenhalle.

Jedes Jahr in September hat die Bruderschaft einen Schützenkönig. Es gibt einen Schützenbruder in unsern Reihen der bereits dreimal 1972,1977 und 1990 Schützenkönig war. Ihm wurde der Titel "Kaiserliche Hoheit" anerkannt.

Mitte der neunziger Jahre kam es zu vielen Veränderungen im Vorstand. Theo Neunzig trat als Hauptkassierer zurück, sein Nachfolger wurde Dieter Hilgers. Friedlelm Neunzig trat nach 13 Jahren von seinem Amt als GF zurück, sein Nachfolger wurde Peter Mahr. Präsident Hermann Küttelwesch trat nach 14 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Präsident zurück, sein Nachfolger wurde der stellvertretende Präsident Aloys Odenthal neuer Stellvertretender Präsident wurde Norbert Kramer. Rückblickend wurde unter der Leitung des alten Vorstandes die Schützenhalle gebaut, Dorffest etabliert und die Bruderschaft wurde ein Wirtschaftsunternehmen.

Aus den Reihen der Jungschützen kam 1997 der Vorschlag, keinen Schülerprinzen, sondern einen Jungschützenkönig beim Schützenfest zu präsentieren. Der Vorschlag wurde vom Verein akzeptiert und die Bruderschaft hatte 1998 erstmalig ein Jungschützenkönigspaar. Ebenfalls im gleichen Jahr hatte der amtierender Schützenkönig Josef Schmidt das erforderliche Glück beim Vogelschuss auf die Bezirkskönigswürde. Zum ersten mal in der Vereinsgeschichte war ein Ansteler Schützenbruder Bezirkskönig.

Bei Neuwahlen zum Geschäftsführenden Vorstand wurde Aloys Odenthal 1996 nicht wiedergewählt. Nachfolger wurde Peter Mahr. Sein Nachfolger als GF wurde 1997 Adjudant Karl -Heinz Rösgen. Der neue Vorstand unter der Leitung von Peter Mahr ordnete das Vereinsleben neu. Die Jugendarbeit erhielt neuen Elan und regelmäßige Veranstaltungen und Ausflüge wurden gemacht. Neue Jungschützenzüge wurden gegründet. Die Seniorenarbeit ins Leben gerufen und dafür die Position eines Seniorenbeauftragten für Vereinsmitglieder über 60 Jahre geschaffen. Vieles wurde verändert, auch das Patronatsfest im Januar. Von Seiten der Bruderschaft wurde erstmalig ein Frühstück für alle Vereinsmitglieder und deren Familienmitglieder ausgegeben. Seitdem mit steigender Resonanz und Beliebtheit in der gesamten Schützenfamilie.

1998 stand die Bewirtung der Halle im Mittelpunkt des Interesses. Die Bereitschaft der Schützen an Schützenfesttagen in der Halle Thekendienst zu verrichten nahm immer mehr ab. Verschiedene Vorschläge wurden gemacht und viel diskutiert. Das gemeinsame Ziel fest im Blick: das erste Schützenfest ohne lästigen Thekendienst seit Einweihung der Halle war der Lohn zäher Verhandlungen .

Ein neues Jahrtausend brach an. Generaloberst Hermann Mattheisen trat 2002 von seinem Amt zurück, sein Nachfolger wurde Theo Nix. Eine zusätzliche Einnahmequelle "Halloween" wurde entdeckt. Präsident Peter Mahr gelang es durch große Anstrengungen und viel Überzeugungsarbeit im Vorstand gemeinsam mit dem Radiosender News 89.4 die größte Party im Gemeindegebiet auf zu bauen. Ein wichtiger Mitstreiter und akribischer Bastler für die entsprechende Horrorkulisse war Josef Schmidt mit seinem Team. Zum neuen Geschäftsführer wurde Jürgen Redemann 2003 gewählt. Jürgen Redemann führt auch als Hauptkoordinator mit einem 35 köpfigen Halloween-Team die Erfolgsgeschichte erfolgreich weiter und verwandelt die Schützenhalle in eine Gespenstergruft.

2006 stellte sich Peter Mahr bei Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung.

Der langjährige 2. Präsident Norbert Kramer übernahm die Amtsgeschäfte reibungslos. Zum neuen 2. Präsident wurde der langjährige Kassierer Dieter Hilgers gewählt.